Erster Herbstkurs MONOTYPIE Montag 19. und 20.September 2016 für Anfänger und Fortgeschrittene

Montag der 19. und Dienstag der 20.September 2016 – ca. 18.30-20.30 Uhr/2 Abende/Beginnzeit kann noch variieren – Monotypie eine Synthese aus Malerei, Zeichnung und einfacher Drucktechnik

Es geht wieder los im Kunstatelier Labek in Kufstein mit dem beliebten Monotypie Kurs, Monotypie bedeutet ja wörtlich übersetzt – ein einziges Bild – d.h. mit dem einfach zu erlernenden Druckverfahren wird ein einziges Originalbild geschaffen, nicht wie in der Druckgrafik, wo mehrere Abzüge gemacht werden. Der zweite Druck, der sogenannte „Ghost-Print“, bei dem die „Reste“ von der jeweiligen Druckplatte mittels Papier abgenommen werden, ist oft noch reizvoller als das Original, oft sind auch mehrere dieser Prints möglich, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Auch für Anfänger, die sich einmal kreativ beträtigen möchten, ist dieser Kurs sehr gut geeignet, aber auch für Fortgeschrittene, die viel aus dieser Technik bzw. auch der möglichen Nachbearbeitung mit allen möglichen Stiften/Tusche/Ölfarbe/Ölkreise/Pastellkreide etc.

Anmeldung ab sofort – wenige Plätze frei – mind. 4-7 TN – Kosten für 2 Tage incl.Material und Getränken € 100,–!

Hier ein paar Bilder aus den letzten Monotypie-Kursen, gestaltet von den Kursteilnehmern – an denen man gut sehen kann, wie individuell jeder Teilnehmer diese Technik interpretiert und fast alle Teilnehmern sind komplette Kunstanfänger:
Andrea Bilder Teil 3 Kurs 2015-06-12 Gesicht Marilyn SH 2015-03-17 Stefanie Bilder Teil 2 Kurs 2015-06-12 Birgit schwarz weiß_2 Eva Gesicht mit rotem Haar Hildegard Männchen blau Melanie Sohn in der Grotte_1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer es ganz genau wissen will (Quelle:Wikipedia)

Monotypie ist ein im 17. Jahrhundert wohl von Giovanni Benedetto Castiglione (1616–1670) erfundenes Verfahren der Bildenden Kunst.

Statt auf Papier oder Leinwand wird auf Glas-, IgelitAcryl– oder Metallplatten gezeichnet oder gemalt und, solange die Farbe noch feucht ist, mittels Presse oder Handabreibung auf das Papier gedruckt. Geschieht das mit einer Druckpresse, hat der Abzug einen Plattenrand wie ein Tiefdruck.

Die Bildgestaltung erfolgt als Druckvorgang entweder durch selektives Auftragen der Farbe oder durch selektives An- beziehungsweise Durchpressen des Druckstoffes etwa eines dünnen Papiers. Das Motiv wird mit feuchter Farbe auf Metall gemalt, der Abzug angefertigt, während die Farbe noch nass ist.

Eine alternative Monotypietechnik funktioniert folgendermaßen: Auf eine absolut gleichmäßig mit einer Druckfarbe (zum BeispielOffsetdruckfarbe, als Rest in einer Druckerei erhältlich) eingewalzte Glas-, Stein- oder Acrylplatte wird ein sehr dünnes Papier gelegt. Auf der Ober- (eigentlich Rück-) seite des Papiers wird das Motiv gezeichnet.

Es kann vor dem Auflegen auf die eingewalzte Platte vorgezeichnet werden. Weiche Zeichengeräte, beispielsweise Graphitkreide, erzeugen einen weichen samtenen Strich, harte, wie zum Beispiel ein Kugelschreiber, eine entsprechend klare Linie auf der Unterseite. Halbtöne werden durch Anreiben mit dem Daumen oder Handballen erzeugt oder durch Verwendung von Farbflächen mit unterschiedlicher Fetthaltigkeit der Farbe. Bei Verwendung von Ölfarben sind ebenfalls Schattierungen durch Abtupfen mit einem Lappen oder Verdünnen der Farbe mit Terpentin möglich und bei einem Druck/Handabrieb auf Seidenpapier und ähnlichem Material erscheinen die Abzüge ähnlich einer Lithographie.

Mehrfarbige Monotypien bekommt man durch neu oder zusätzlich mit weiteren Farben eingewalzte Glasplatten.

Durch die Verbindung beider Techniken erreicht man reizvolle Ergebnisse.

Durch Aneinanderreihen von Monotypien in der Senk- und Waagerechten erhält man Mosaike, die einen besonderen Reiz ausüben.

Die Monotypie („ein einziges Bild“) ist somit eindeutig ein Original und kann nicht der herkömmlichen Druckgrafik zugerechnet werden, da das Hauptmerkmal der Druckgrafik, die Herstellung beliebig vieler (nahezu) identischer Abbildungen, nicht gegeben ist.

Nicht die Druckform bestimmt das Bild, sondern die Art und Weise, wie die Farbe auf eine ebene Fläche aufgetragen und davon abgenommen wird. Die Verbindung zur Druckgrafik ist darin zu sehen, dass die Bildfläche nicht direkt, sondern in mittelbarer Arbeitsweise bearbeitet wird.

Die Monotypie ist daher eine Verbindung von Malerei, Zeichnung und Grafik.